Denkmalschutz · 26.07.2013

Denkmalsanierung mit solarer Wärme – Steinhagen 21 in Hattingen

Am Steinhagen 21 verbindet die Fachwerksanierung historische Materialien mit unauffällig integrierter solarer Wärmenutzung.

Das denkmalgeschützte Wohn- und Geschäftshaus an der Stadtmauer wurde konstruktiv und energetisch überarbeitet. Holzfaserdämmung und Lehmputz ergänzen ein Energiekonzept mit verdeckten Wärmetauschern.

Ungeeignete frühere Reparaturen, Betonwände und eine schadhafte Hofüberdachung hatten den Bestand beeinträchtigt. Das Fachwerk und seine Ausfachungen wurden instand gesetzt; die Betonüberdachung wurde entfernt.

Beim Ausbau wurden Dach und Außenwände gedämmt. Holzfaserplatten und Lehm-Stroh-Putz bilden wesentliche Bestandteile des inneren Wandaufbaus.

Das beschriebene Energiekonzept nutzt erwärmte Luft unter der Dachhaut und kapillare Wärmetauscher hinter verschieferten Wandflächen. Die verdeckten Bauteile dienen der Heizungsunterstützung beziehungsweise Warmwasserbereitung, ohne das Erscheinungsbild durch sichtbare Kollektoren zu verändern.

Die neue Dachdeckung aus naturroten und altschwarzen Hohlfalzziegeln macht unterschiedliche Bauabschnitte erkennbar. Den Innenausbau führten die Bauherren in Eigenregie durch.